Ausbildung im NJV


 

Übungsleiter-Assistenz-Grundausbildung

Dieser Lehrgang richtet sich an alle jugendlichen Judoka zwischen 14 und 18 Jahren, die schon mindestens den gelben Gürtel haben. Häufig werden Jugendliche innerhalb des Vereins schon mit Aufgaben betraut, meistens bei der Trainingshilfe in den Kindergruppen. Dabei wollen wir die Vereine und die Jugendlichen unterstützen und ermutigen.

Mit diesem Lehrgang wollen wir drei Ziele erreichen: Intensive Auseinandersetzung mit der Judotechnik anregen, erste Versuche im Unterrichten (Auf- und Abwärmen, Fallübungen) erläutern, Spaß und Begeisterung für Judo und Vereinsarbeit wecken und erhalten.

Übungsleiter-Assistenz-Aufbaulehrgang

Nach der Übungsleiter-Assistenz-Grundausbildung ist häufig die Begeisterung für Lehrgänge mit Gleichaltrigen geweckt. Dem Bedürfnis nach mehr Information, mehr Training und mehr tech-nischen Anregungen tragen wir mit dem Aufbaulehrgang Rechnung.

Inhaltlich setzen wir uns mit komplizierteren Judohandlungen auseinander als in der Grundausbildung: Selbstfalltechniken, Hebeln und Würgen sowie Komplexhandlungen stehen auf dem Programm.

Jugendgruppenleiter-Ausbildung

Die hohe Fluktuation im Judoverein hat sicherlich viele Gründe. Als ein Grund wird immer angegeben, dass ‚nix los' ist. Über Training und Wettkampf hinaus wird unseren Judo-Kids häufig nicht viel geboten. Was interessiert Kinder und Jugendliche überhaupt? Was kann man alles losmachen? Wie macht man das? Wie kann ich das finanzieren? Welche rechtliche Dimension hat das? Mit all diesen Fragen beschäftigen wir uns auf der Jugendgruppenleiter-Ausbildung.

Diese Ausbildung ist offen für Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren. Zum Abschluss bekommt man die Jugendleiter-Card, mit der man zahlreiche Vergünstigungen in Anspruch nehmen kann. Außerdem ist dieser Lehrgang für die Übungsleiter-Ausbildung anrechenbar.

Übungsleiter-Ausbildung

Die Übungsleiter-Ausbildung ist mit 120 Stunden die umfangreichste im NJV-Programm. Sie wird mit der Prüfung zur Fach-Übungsleiter-Lizenz abgeschlossen, die dazu berechtigt, Zuschüsse für Übungsstunden von Seiten der Kreissportbünde in Anspruch zu nehmen.
Inhaltlich dreht sich alles um die Frage: Wie gelingt es, einen guten Judounterricht zu gestalten. Dazu gehören intensive Kenntnisse der Judo-Grundlagen ebenso, wie die Grundbegriffe der Unterrichtsplanung und Methodik. Ergänzungstraining (Gymnastik, Spiele etc.) wird ebenso vermittelt, wie die Hinführung zum Wettkampf und der Umgang mit auffälligen Kindern. 

Die Ausbildung unterteilt sich in einen Grundlehrgang, einen Organisationslehrgang, einen Hauptlehrgang und die Prüfung. Das gesamte Programm kann auf 2 Jahre gestreckt werden, bei der Prüfung muß man mindestens 18 Jahre alt sein und den 1. Kyu haben.

Trainer-C-Ausbildung

Die Trainer-C-Ausbildung wird im NJV nur als 30stündiger Aufbaulehrgang auf die Übungsleiter-Lizenz angeboten. Hier wird der Frage nachgegangen, wie es gelingt, Jugendliche erfolgreich im Wettkampf zu begleiten.

Konditions- und Koordinationstraining werden hier ebenso thematisiert, wie die Wettkampfvorbereitung und das Coaching. Eine zentrale Stellung in dieser Ausbildung nimmt der DJB Rahmentrainingsplan ein, der die An-sprüche der Bundesebene an qualifiziertes Wettkampftraining formuliert.

Trainer-B-Ausbildung

Weiterführende Fragen des Wettkampftrainings insbesondere auch für ältere Jugendliche und Erwachsene werden in der Trainer-B-Ausbildung beantwortet. Offen ist dieser 60stündige Lehrgang für Trainer-C-Absolventen, die den 1. Dan besitzen. Empfohlen wird die Teilnahme allen Trainer, die Wettkämpfer über die Landesebene hinaus betreuen.

Inhaltlich spielt das Erstellen von Trainingsplänen eine besondere Bedeutung. Judo wird hier immer in Zusammenhängen betrachtet, als komplexes System von Kampfhandlungen. Entsprechend werden Handlungskomplexe in Stand und Boden im Mittelpunkt der praktischen Arbeit auf der Matte stehen

Übungsleiter-Fortbildungen

Jede ÜL-Lizenz ist alle zwei Jahre durch 15 Stunden Fortbildung zu verlängern. Dafür gibt es folgende Möglichkeiten:

1.)  15 Stunden an einem Wochenende. Der NJV bietet pro Jahr vier solcher Wochenenden.
2.) Jeder Bezirksfachverband bietet pro Jahr zwei 5-stündige Fortbildungen an. Man kann über zwei Jahre drei solcher Fortbildungen sammeln und hat dann auch sein Soll erfüllt. Jeder kann auch in ‚fremden' Bezirken an solchen Nachmittags-veranstaltungen teilnehmen
Achtung:
Die drei Fortbildungen müssen unterschiedliche Themen haben.
3.) Maximal 10 Stunden dürfen beim Kadertraining der Landestrainer absolviert werden. Wenn ein Heimtrainer also mit seinen Jugendlichen und/oder Erwachsenen zu einem Wochenendtraining fährt und mit auf der Matte hilft, kann er sich dafür 5 Stunden ÜL-Fortbildung bescheinigen lassen. Maximal 2 solcher Wochenenden kann er sich auf die Lizenzverlängerung anrechnen lassen. Die restlichen Stunden können beispielsweise auf Bezirksebene absolviert werden.
4.) Weiterführende Ausbildungen (Trainer C, B, A, Judolehrer, Ausbildung Judo mit Behinderten) gelten als Verlängerung.
5.) NJV-Sommerschule, DJB-Sommerschule und HJV-Herbstschule gelten ebenfalls als Verlängerung.
Fortbildungen anderer Verbände und sonstige Veranstaltungen werden nur nach vorheriger Absprache anerkannt. In Zweifelsfällen wendet euch bitte telefonisch an die NJV-Geschäftsstelle

Ausbildung "Judo mit Behinderten"

Gemeinsam mit dem Behindertensport-Verband Niedersachsen bieten wir diese 60stündige Ausbildung für all diejenigen an, die sich für die Arbeit mit Behinderten qualifizieren möchten. Nach diesem Lehrgang (+ÜL-Lizenz +Mitgliedschaft im BSN) bekommen die Teilnehmer eine Lizenz des BSN, die zur Inanspruchnahme von Zuschüssen für den Behindertensport berechtigt.

In einem vorbereitenden Wochenendlehrgang erfahren die Teilnehmer viel Theoretisches über medizinische Grundlagen, Lebenssituation und Fördermöglichkeiten für Behinderte (Schwerpunkt: Geistige und psychische Behinderung). Bei einem Wochenlehrgang für Behinderte kann das neu erworbene Wissen in die Unterrichtspraxis umgesetzt werden.